Um der Heterogenität der Schüler bezüglich ihrer Leistungs- und Entwicklungsstände in größerem Maße gerecht zu werden, findet der Unterricht jahrgangsübergreifend statt. Das Lernen in den altersgemischten Gruppen ermöglicht ein Lernen durch Weitergabe und Übernahme und erleichtert besonders den Schulanfängern das Einleben in schulische Regeln und Rituale. Durch die im Laufe der Jahre wechselnden Rollen der Kinder erweitert es zum einen die Entwicklungschancen derselben und ermöglicht zum anderen ein breiteres Beziehungsspektrum. Durch das gleichzeitige Arbeiten an verschiedenen Inhalten wird Unterschiedlichkeit erlebt, akzeptiert und wertgeschätzt und somit das Mit- und Füreinander gefördert und Konkurrenz weitgehend ausgeschaltet. Sowohl schnelle als auch langsame Lerner, welche bislang in eine ihnen fremde Klasse vor- bzw. rückversetzt werden mussten, können nun problemlos mit einer Hälfte der Lerngruppe weitergehen oder in der Klasse verbleiben.

Die Lehrerinnen der jeweiligen Lerngruppen arbeiten sehr eng im Team zusammen und pflegen eine thematische, räumliche und klassenübergreifende Zusammenarbeit. Die Kinder arbeiten an Stationen, Lerntheken und Angeboten, die themengebunden allen zur Verfügung stehen und somit eine größere Differenzierung sowie Bewegungsfreiheit ermöglichen. Die räumliche Situation unterstützt somit eine ökonomische und für die Kinder gut strukturierte Gestaltung und Präsentation des Lernangebotes.
Kinder haben das Recht auf ein Interesse am Individuum

Im Laufe der letzten Jahre hat sich die Gesellschaft und damit der Lebensbereich der Kinder dahingehend verändert, dass viele Kinder in unvollständigen oder neu zusammengesetzten Familien aufwachsen. Viele Eltern gehen ihrer Berufstätigkeit nach und die Kinder sind auch im alltäglichen Leben mehr und mehr auf sich gestellt. Aufgrund dieser sich verändernden Vorrausetzungen der Kinder kommt dieser Schule in diesem Stadtteil ganz besonders die Aufgabe der Individualisierung und Pluralisierung zu.

Uns sind daher selbstregulierendes Lernen, Individualisierung der Lernprozesse, Umgang mit Heterogenität, Jahrgangsmischung sowie Orientierung an individuellen Lernzeiten besonders wichtig.

Kinder haben das Recht auf Individualisierung
Durch die veränderten Lebensanforderungen sind viele unserer Kinder gezwungen, ihr Leben und ihre Lebensplanung selbst in die Hand zu nehmen. Ihr Verantwortungsbereich ist gegenüber dem noch vor einigen Jahren enorm gewachsen.

Unsere Aufgabe ist es, den Kindern zur Eigenständigkeit zu verhelfen und sie individuell an diese Anforderungen heranzuführen.

Kinder haben das Recht auf selbstgesteuertes Lernen
In der sich ständig ändernden Berufswelt entwickeln sich Wissen-, Kenntnis- und Fähigkeitsbestände kontinuierlich. Die kulturelle Pluralisierung erschwert festzulegen, was gelernt werden soll.

Daher ist es uns wichtig, den Kindern zu selbstorganisiertem Lernen zu verhelfen. Sie entscheiden mit, was, wann, wie, woraufhin gelernt und gearbeitet wird. Diese Flexibilität ist nicht in frontalem und konsumierendem Unterricht zu verwirklichen, sondern benötigt aktive und konstruktive Lern- und Handlungsprozesse der Kinder.

Lernstudio
Ein Raum ist so eingerichtet, dass er von Kindern der gesamten Eingangstufe genutzt werden kann. Dieses Lernstudio ist neben der im Unterricht integrierten inneren Differenzierung ein Instrument der äußeren Differenzierung. Durch seine Struktur hilft er, den Bildungs- und Erziehungsauftrag, alle Kinder, entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern, umzusetzen. Es gilt Lernschwierigkeiten und Lernlücken auszugleichen, so dass die Kinder eine sichere Grundlage für ihr Weiterlernen erhalten und die Freude am Lernen nicht verlieren. Jedoch ist es genauso wichtig, ein Angebot für leistungsstärkere Kinder zu schaffen und diese zu fordern. Sie finden Angebote, mit denen strukturiert geübt werden kann.

Desweiteren ist dieser Raum so aufgebaut und ausgestattet, dass mit Hilfe besonderer Arbeits-materialien und Angeboten Individualisierung und Differenzierung besonders gestärkt werden.

Kinder haben das Recht auf Heterogenität
Die Kinder dieser Schule kommen in besonderem Maße mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Lernständen in die Schule. Auch ihre Lernfortschritte in ihrer Schullaufbahn verlaufen individuell.

Somit ist es unsere Aufgabe die Lernstände und Lernfortschritte der einzelnen Kinder zu beobachten und zu begleiten. Grundlage dafür bildet der vielfach differenzierte und individualisierte Unterricht. Unsere Aufgabe besteht auch darin, Begabungen, Neigungen und Fähigkeiten unserer Kinder individuell zu fördern. Insbesondere an unserem Standort spielen der soziale und kulturelle Hintergrund eine bedeutende Rolle. Viele Kinder verschiedener Nationalitäten und unterschiedlicher sozialer Herkunft leben und lernen gemeinsam in unserer Schule. Unsere Aufgabe besteht darin, Kinder mit Lernbeeinträchtigungen, Entwicklungsverzögerungen und Sprachdefiziten ebenso zu fördern wie hochbegabte Kinder. Offene Unterrichtsformen und unterschiedliche Voraussetzungen der Kinder fordern eine veränderte Lehrerrolle. Diese stellt sich nicht mehr nur als Wissensvermittler dar, sondern als Mitlerner, Berater, Beobachter und Materialbereitsteller. Dies erfordert enorme didaktische Kompetenzen, und darüber hinaus auch die Fähigkeit zur Selbstreflexion sowie das Zurückstellen von Instruktion und Kontrolle.

Kinder haben das Recht auf einen flexiblen Schulanfang
Nach dieser Vorarbeit werden die Kinder in die Schule mit all ihren unterschiedlichen Begabungen, Neigungen, entwicklungs- und lebensbedingten Voraussetzungen in die Schule aufgenommen. Dadurch ist gerade die Schuleingangsstufe durch ein weites Lernspannungsfeld geprägt. Um dieser Heterogenität und den dadurch erwachsenen Ansprüchen gerecht zu werden, haben wir uns für eine Flexible Schuleingangsphase entschieden.

Dies bedeutet konkret, dass jedes Kind entsprechend seinem individuellen Lern- und Entwicklungsstand gefördert wird und die Möglichkeit hat, die Schuleingangsphase in ein bis drei Jahren zu durchlaufen. Wir sehen die natürliche Entwicklungsheterogenität als Chance, mit- und voneinander zu lernen. Bei der Durchführung sind dabei, wie schon oben erwähnt, offene Unterrichtsformen, das Mit- und Voneinander Lernen sowie die veränderte Lehrerrolle und eine besondere Gestaltung der Lernumgebung unverzichtbar. Der Wechsel individueller und gemeinsamer Lernprozesse sowie das Anbieten und Annehmen von Hilfen ist uns wichtig.

Eine Sozialpädagogin unterstützt die Flexible Schuleingangsstufe in den Schwerpunkten Lerndiagnostik und individuelle Förderung.

Im Hinblick der Fortführung des ganzheitlichen Lernens und des jahrgangsübergreifenden Unterrichts haben wir in uns in unserer Schule auch in der Stufe 3/4 für eine Jahrgangsmischung entschieden.

Die Lehrerinnen der jeweiligen Lerngruppen arbeiten sehr eng im Team zusammen und pflegen eine thematische, räumliche und klassenübergreifende Zusammenarbeit. Die Kinder arbeiten an Stationen, Lerntheken und Angeboten, die themengebunden allen zur Verfügung stehen und somit eine größere Differenzierung sowie viel Bewegungsfreiheit ermöglichen.

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